22 | 05 | 2012
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Niedriger Blutdruck

Niedriger Blutdruck: Kreativhypnose kann helfen

Die gute Nachricht zuerst: ein zu niedriger Blutdruck an sich ist nicht gefährlich. Im Gegenteil: bei einem dauerhaft niedrigen Blutdruck ohne krankheitsbedingte Ursachen ist die Lebenserwartung sogar höher und insgesamt treten weniger Krankheiten auf. Problematisch sind allerdings die Folgen bei stark hypotonen Betroffenen, denn wenn der Blutdruck sinkt, strömt auch weniger Blut ins Gehirn, sodass dieses weniger Sauerstoff erhält. Ein zu niedriger Blutdruck führt daher oftmals zu Schwindel, Übelkeit, Ohrensauen, Sehstörungen („schwarzwerden“ vor den Augen) oder Ohnmacht. Wenn der Blutdruck sehr plötzlich abfällt, kann es sogar zu einem Kollaps kommen. Wird der Betroffene ohnmächtig und stürzt, kommt es schnell zu Folgeschäden und Verletzungen. Bei einer starken Hypotonie ist eine Behandlung also empfehlenswert, allerdings sollten Medikamente nur in schweren Fällen zum Einsatz kommen.

Ein zu niedriger Blutdruck kann verschiedene Ursachen haben. Besonders häufig handelt es sich dabei um eine Sonderform des niedrigen Blutdrucks, die sogenannte „orthostatische Dysregulation“. Diese Form der Hypotonie tritt vor allem in Stresssituationen oder stark aufgeheizten Räumen auf und besonders häufig sind junge, schlanke Mädchen davon betroffen. Durch längeres Stehen oder einem plötzlichen Positionswechsel (vom Liegen oder Sitzen zum Stehen) sackt das Blut regelrecht in die untere Körperhälfte ab. Das Gehirn wird dadurch mit weniger Blut (bzw. Sauerstoff) versorgt und reagiert mit Ohnmacht.

Zu diesem Thema veröffentlichte das „Journal of Neuroscience“ eine Studie der Universität Leeds, die aufzeigt, dass eine verspannte Nackenmuskulatur eine wichtige, aber leider häufig unbeachtete Ursache von Blutdruckstörungen ist. Die Nackenmuskulatur ist nämlich über Nerven mit einem bestimmten Bereich im verlängerten Rückenmark verbunden, der eine zentrale Kontrollstelle für verschiedene Funktionen wie Blutdruck, Atmung und Herzschlag darstellt. Durch die verspannte Muskulatur können „ungewöhnliche“ Signale gesendet werden, die sich nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler daher auch auf den Blutdruck auswirken. Weiterhin wird vermutet, dass sich solche Signalstörungen auch auf den Herzschlag auswirken, mit der Folge von Herzrhythmusstörungen. Weiterhin begünstigen auch die Lebensgewohnheiten, die Ernährungsweise und die Arbeitssituation die Entstehung von Bluthochdruck – denn der Körper reagiert auf Stress nicht nur mit Muskelverspannungen, sondern auch mit Hormonausschüttungen, die eine Veränderung der Blutgefäße bewirken. Das Risiko von Blutdruckproblemen ist also deutlich höher in Stresssituationen, stress- und konfliktreichen Arbeitsplätzen oder bei privaten Belastungen und niederdrückenden Gefühlen.

 

Die Kreativhypnose-Therapie ist besonders zum Einsatz bei Blutdruckproblemen wie der Hypotonie geeignet, da sie darauf abzielt, die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu stabilisieren und das Versacken einer größeren Blutmenge in die untere Körperhälfte zu vermeiden. Dies geschieht vor allem durch das Biofeedback-Training, eine ganzheitlichen Behandlungsmethode für Muskulatur und Nervensystem. Sie wird sowohl bei stress- und verspannungsbedingten Beschwerden angewandt (z.B. Kopfschmerzen, Nacken- und Rückenbeschwerden), als auch bei vielen nervlichen oder organischen Symptomatiken. Biofeedback erlaubt das Durchbrechen des Kreislaufs mit den Methoden der Tiefenentspannung und einem modernen, ganzheitlichen Behandlungskonzept. Die schmerzauslösenden Spannungszonen werden gelöst, der Körper kann sich wieder regenerieren und der Blutdruck kann sich dauerhaft stabilisieren.